Rückblick zum Gentechnik-Info-Abend

Ca. 20 Leute haben sich am Abend des 8. Januar 2024 auf unserer Infoveranstaltung zur neuen Gentechnik intensiv darum bemüht, die komplexe Materie zu durchdringen und sich eine Meinung zu bilden, wie sehr unsere Wahlfreiheit auf dem Acker und auf dem Teller in Gefahr ist.

Fazit:

  • Die Auswirkungen der Anwendung der neuen Gentechnik bei Pflanzen auf die Umwelt sind unabsehbar. Dennoch sollen diese gentechnisch veränderten Pflanzen nach den Plänen der EU-Kommission – zumindest in der konventionellen Landwirtschaft – uneingeschränkt eingesetzt werden dürfen.
  • Die einzelnen Mitgliedsstaaten sollen es auch für ihr Land nicht verhindern dürfen.
  • Es ist keine Kennzeichnung der mit Hilfe der neuen Gentechnik gezüchteten Pflanzen bzw. der daraus gewonnen Lebensmittel mehr vorgesehen. Damit hätte der Konsument nicht einmal mehr die Wahl ob er sich gentechnikfrei ernähren möchte oder nicht.
  • Nach dem aktuellen Entwurf soll der Einsatz in der Biolandwirtschaft verboten bleiben. Der Pferdefuß: Es gibt noch keinen Plan für die nötigen Koexistensmaßnahmen und vielen Lobbyisten geht der Entwurf nicht weit genug. Sie fordern den uneingeschränkten Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen auch in der Biolandwirtschaft.
  • Die Abstimmung im EU-Rat unter dem Vorsitz von Spanien ist Ende Dezember ganz knapp gegen den Gesetzesentwurf ausgegangen. Entscheidend dafür waren die Gegenstimmen der osteuropäischen Staaten, von Österreich und die Enthaltung von Deutschland – ein Erfolg für die massiv intervenierenden deutschen Bioverbände.
  • Aber das Thema ist damit nicht vom Tisch. Darum: Werdet auch aktiv! Für die Wahlfreit auf Acker und Teller!

 

Hier könnt ihr die WeAct-Petiton unterzeichnen.
Hier kommt ihr zur Mailaktion an EU-Parlamentarier von Bioland.